Beratungs- und Prozesskostenhilfe

Wo muss ich hin, wenn ich einen Anwalt brauche oder einen Prozess bei Gericht habe und dafür Geld brauche?

Inhalte auf dieser Seite

Antrag auf Beratungs- und Prozesskostenhilfe

Jeder Mensch kann in Deutschland einen Anwalt oder eine Anwältin beauftragen und/oder vor Gericht gehen, damit er zu seinem Recht kommt. Beides kostet Geld. Wer wenig Geld hat, kann sich dafür Hilfe beim Gericht holen.

Für eine Beratung bei einem Anwalt oder einer Anwältin kann man sich einen Beratungsschein bei der Rechtsantragsstelle des Amtsgerichts holen. Dort wird allerdings erst geprüft, ob eine Beratung bei einem Anwalt oder einer Anwältin auch wirklich nötig ist – man muss bei der Rechtsantragsstelle also begründen, warum man einen Anwalt oder eine Anwältin braucht. Und es wird geprüft, ob man wirklich zu wenig Einkommen hat, um die Kosten selbst zu zahlen (das ist z.B. so, wenn man Bürgergeld bekommt) – die Rechtsantragsstelle will also einen Einkommensnachweis sehen (z.B. Jobcenter-Bescheid). Man muss zuerst zur Rechtsantragsstelle gehen und sich den Beratungsschein holen und darf erst danach mit dem Beratungsschein zu einem Anwalt oder einer Anwältin gehen.

Wenn man eine Klage bei einem Gericht einreicht, um sein Recht zu bekommen, verlangt das Gericht dafür Geld. Auch diese Gerichtskosten kann möglicherweise der Staat übernehmen. Dabei wird geprüft, ob man gute Chancen hat, den Prozess zu gewinnen. Das heißt dann Prozesskostenhilfe. Den Antrag dafür stellt der Anwalt oder die Anwältin, der/die auch die Klage einreicht. Auch diese Hilfe bekommt man nur mit einem Nachweis für ein geringes Einkommen.

Rechtsantragstelle

Erdgeschoss Zimmer 017
Synagogenplatz 1
96047 Bamberg (Hausanschrift)
0951 / 8 33 – 20 17
https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/amtsgerichte/bamberg/verfahren_10.php