Asylverfahren

Wohin gehe ich, wenn ich Fragen zu meinem Asylverfahren habe?

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Antragstellung

Wenn Sie in Deutschland ankommen und registriert sind, stellen Sie einen Antrag auf Asyl beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Auch für Ihre persönliche Anhörung ist das BAMF Ihr Ansprechpartner.

Bamberg – Außenstelle in AnKER-Einrichtung
Bau C
Buchenstraße 4
96050 Bamberg
0911 / 9 43 – 2 83 00
https://www.bamf.de/SharedDocs/Struktur/Organisationseinheiten/DE/Standorte/bamberg-anker-einheit.html?nn=281840

Frankenstraße 210
90461 Nürnberg
0911 / 9 43 – 0
https://www.bamf.de/

Informationen zur Anhörung

Bitte lesen Sie vor Ihrer Anhörung die Informationen auf der Website von asyl.net. Hier finden Sie wichtige Informationen und Hilfe für das Gespräch, in vielen Sprachen:

Hier eine erste Auswahl:

Wegweiser im Asylverfahren

Bayerischer Flüchtlingsrat

Auf der Seite des Bayerischen Flüchtlingsrates finden Sie Erklärvideos als Wegweiser im Asylverfahren. Sie ersetzen keine Beratung, aber informieren Geflüchtete über die wichtigsten Punkte im Asylverfahren.

Es wird nach und nach Übersetzungen in 12 Sprachen geben. Bisher gibt es Videos in Arabisch, Englisch, Spanisch, Russisch und Deutsch:

Chancenaufenthalt

Ab dem 1. Januar 2023 gibt es ein Gesetz zur Einführung eines Chancen-Aufenthaltsrechts (§ 104c AufenthG).

Mit diesem Chancen-Aufenthaltsrecht erhalten Menschen, die schon gut in Deutschland integriert sind, eine neue Möglichkeit für einen langfristigen Aufenthalt. Geflüchtete können damit, sobald bestimmte Bedingungen erfüllt sind, ein dauerhaftes Bleiberecht erlangen.

 

Der Flüchtlingsrat Bayern hat dazu ein Hinweisblatt herausgegeben:

Das Hinweisblatt ersetzt keine rechtliche Beratung durch Anwälte, Anwältinnen oder Beratungsstellen. Besonders in atypischen Fällen und bei Problemen (Grenzübertrittsbescheinigung statt Duldung, Vorwurf der Identitätstäuschung etc.) sollte immer eine Beratung aufgesucht werden.

 

Die Voraussetzungen zum Chancenaufenthalt sind folgende:

  • Man muss im Besitz einer Duldung sein.
  • Man muss sich vor dem Stichtag 31.10.2022 für mindestens fünf Jahre ununterbrochen mit einer Gestattung, einer Aufenthaltserlaubnis oder einer Duldung in Deutschland aufgehalten haben, d.h. es betrifft alle Personen mit einer Einreise vor dem 31.10.2017.
  • Man darf für keine Straftaten mit höher als 50 (allg. Strafsachen) bzw. 90 (bei ausländerrechtlichen Strafsachen, z.B. Passlosigkeit, illegaler Aufenthalt) Tagessätzen bestraft worden sein. Strafen nach Jugendstrafrecht sind weitestgehend unproblematisch.
  • Man darf keine falschen Angaben z. B. über die Identität abgegeben haben.

Einen Überblick hat auch das Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge herausgegeben:

Achtung:

 

Der Chancenaufenthalt wird nur für 18 Monate erteilt und ist nicht verlängerbar. Danach müssen die Voraussetzungen des § 25a oder § 25b AufenthG (Integrationsaufenthalt) erfüllt sein, um weiterhin einen Aufenthalt zu haben.

 

Der Chancenaufenthalt muss selbst beantragt werden. Manche Ausländerbehörde haben eigene Vorgaben für den Antrag. Für alle Ausländerbehörden ohne Vorgaben, kann der Antrag formlos gestellt werden.

 

In unproblematischen Fällen kann der Musterantrag des Bayerischen Flüchtlingsrats verwendet werden, um einen Antrag auf den Chancenaufenthalt zu stellen: